Tabea Rößner

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Donnerstag, 29. Juli 2010

Mein Wahlkreis

Alles Mainz

Nicht nur wegen der Fastnacht hat Mainz zu Recht den Ruf, lebensfroh zu sein. Doch die Menschen hier können auch ernst sein – vor allem wenn ihnen etwas nicht passt. Am 1. Mai 2009 mussten das einige hundert Neonazis erfahren, die durch die Gutenbergstadt ziehen wollten. 3.000 Menschen stellten sich buchstäblich quer und sorgten so dafür, dass die Nazis ihren Hass nicht durch die Gassen tragen durften.

Dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern, war ein Motiv für mich, mich in der Lokalpolitik zu engagieren. Das Bündnis „Wir stellen uns quer“, das den Naziaufmarsch verhinderte, ist ein gutes Beispiel. Ein anderes ist die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa). Den vielen ehrenamtlichen Streiterinnen und Streitern ist es maßgeblich zu verdanken, dass das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue nicht gebaut wird.

An diesen Zielen habe ich als Mitglied der KoMa und als stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Rheinhessen gegen Rechts“ mitgewirkt. Mein Engagement in der Politik hat mir immer ermöglicht, die Anliegen der Initiativen in das Parlament zu tragen und ihnen dort eine Stimme zu verleihen.

Dem Mainzer Stadtrat gehöre ich seit 2004 an und bin dort stellvertretende Fraktionssprecherin. Als schulpolitische Sprecherin arbeite ich unter anderem an dem Ausbau des IGS-Angebotes in der Stadt mit.

Es freut mich, dass Mainz in den vergangenen Jahren grüner geworden ist. Damit meine ich nicht nur die 21,9 Prozent, die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 2009 bei der Wahl des Stadtrats gewonnen hat. Oder die erfreuliche Tatsache, dass wir im einwohnerstärksten Stadtteil, der Neustadt, mit Nico Klomann den Ortsvorsteher stellen.

Vielmehr hat sich im Bewusstsein der Stadt etwas getan: Die Menschen hier sind nicht mehr bereit, eine Energiepolitik aus der Stein(kohle)zeit  zu akzeptieren, Verschwendung öffentlichen Geldes oder soziale Spaltung an Schulen hinzunehmen. An dieser Willensbildung weiter mitzuwirken und diesen dann in der Politik umzusetzen, ist eine Aufgabe, auf die ich mich weiter freue.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Reform der Rundfunkgebühr

Die Rundfunkgebühr daran festzumachen, ob jemand einen Fernseher, Radio, PC oder Handy besitzt, ist angesichts der Vielfalt auchmobiler Geräte überholt. Und die Fahnderei der GEZ ist hoch bürokratisch – und letztlich überflüssig, meint Tabea Rößner. Deshalb ist die neue Reform zu begrüßen. [Infos]

Resonanz

Wie viel Google weiß

Wie viel weiß Google über mich? Welche Folgen kann das haben? Und wie hole ich mir das Recht auf Intimität zurück? Diese Fragen besprachen Experten am Freitag, 21. Mai. "Sag mir Deinen Namen und ich google, wer Du bist"

[Hier ein Artikel aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung]